Tierarztpraxis Bethenkath

Aus der Rinderpraxis

Fortsetzung zu "Was ist los in unseren Kuhbeständen? " vom 22.11.11

 

Es tut sich was an der Forscherfront!

Mitte November sind erste Untersuchungsergebnisse bekannt geworden: das Schmallenberg-Virus wurde gefunden;

es handelt sich um ein "Akabane-ähnliches Virus" aus der Familie der Orthobunuyaviren, ursprünglich stammend aus dem ozeanischen Raum und Afrika

 

Übertragung: unter anderem durch Gnitzen ähnlich wie Blauzunge

Klinik: hohes Fieber, Störung des Allgemeinbefindens, Milchrückgang, etc

Komplikation: Mißbildungen bei ungeborenen Früchten, Aborte, Totgeburten

 

Aborte, Früh- und Totgeburten beobachten wir bereits, die Zahl der Mißbildungen ist bisher noch nicht auffällig hoch.

 

Vorbeuge: Insektenbekämpfung, Umgebung der Tiere optimieren ( Überbelegung vermeiden, Wurmkur, Boxen- und Stallhygiene, Lüftung verbessern, etc.)

Therapie: nur symptomatisch möglich

 

Anerkennung als Tierseuche ist momentan sicherlich unwahrscheinlich, Aussicht auf finanzielle Hilfen daher auch.

Ob eine Inanspruchnahme der Ertragsschadenversicherung sinnvoll und realistisch ist, hängt vom Einzelfall ab

Strukturprobleme in der Ration zu erwarten

 

Aufgrund der teilweise sehr knappen Vorräte an gutem Futterstroh und/oder gutem Heu ist in diesem Winter mit Problemen bei der Strukturversorgung der Kühe zu rechnen.

Folge dieser Knappheit können sein das vermehrte Auftreten von Pansenübersäuerungen (Azidosen) und daraus folgenden Fruchtbarkeitsstörungen, Klauenrehen und erhöhten Mastitisraten.

Labmagenverlagerungen infolge zu geringer Grundfutteraufnahmen sind vorprogrammiert.

Was tun?

- Überlegen Sie genau, welche Vorräte an Strukturfuttermitteln vorhanden

  sind

- Vermeiden Sie möglichst eine Verringerung der Strukturfuttermittel bei

  den laktierenden Kühen; am ehesten könnte im Bereich der tragenden

  Rinder gespart werden ( Vorsicht: Verfettung!! )

- durch Zugabe von Natriumbikarbonat ( 200 - 300 g je Tier und Tag )

  können Belastungsspitzen bei den Kühen vorgebeugt werden

- der Einsatz von Luzerneheu ( Stengel, nicht Blatt ) bei den laktierenden

  Kühen ist möglich, aber teuer

- Anpassen der Kraftfuttergaben an die gegebene niedrigere

  Strukturversorgung, evtl. auch zu Lasten eines geringen

  Milchmengenrückganges ( Überlieferung ?! )

 

Was ist los in unseren Kuhbeständen ?

 

Seit mehreren Wochen werden unsere Kühe heimgesucht von einer unbekannten Infektionskrankheit, deren Symptome gekennzeichnet sind durch

- Leistungsabfall bis zu 30 %

- Fieberschübe bis zu 41,5 Grad C

- Durchfall und/oder grippale Symptome

- verfrühtes Abkalben mit vermehrten Totgeburten

- verschlechterte Fruchtbarkeit

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine virusbedingte Infektion. die Symptome erinnern durchaus an das Blauzungengeschehen von 2007, ein Virusnachweis gelingt jedoch bisher nicht.

Nach Auskunft des Rindergesundheitsdienstes sind bisher alle Untersuchungen ohne Ergebnis geblieben.

 

Was tun?

Wichtig erscheint in der momentanen Situation alles daranzusetzen, den Tieren möglichst stabile Futter-, Haltungs- und Gesundheitsbedingungen zu gewährleisten.

Achten Sie auf eine ausgewogene und strukturbetonte Rationsgestaltung, auch einmal zu Lasten einer geringen Milchleistungseinbuße; vermeiden Sie abrupte und häufigere Futterumstellungen!

Geben Sie den Tieren ausreichend Platz im Stall, vermeiden Sie massive Überbelegungen, um Streß zu nehmen!

Befreien Sie die Kühe von weiteren gesundheitsbelastenden Faktoren wie Würmer und Ektoparasiten, Klauenerkrankungen, etc.

 

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an uns!

 

Neues zur Versorgung der Rinder und Kühe mit Spurenelementen

 

Die Bedeutung der Spurenelementversorgung für die Gesundheit und Fruchtbarkeit bei Rindern und Kühen ist seit geraumer Zeit bekannt.

 

Elemente wie Kupfer, Kobalt, Selen, Zink, Mangan und Jod stehen hierbei im Zentrum der Betrachtung.

 

Bedarf eines Rindes in mg/kg TM:

Kupfer:       10                             Vit. A:       4000 I.E.

Kobalt:         0,2                          Vit. D:         500 I.E.

Selen:          0,15                        Vit. E:            15 I.E.

Mangan:     45

Zink:           45

Jod:              0,25            ( aus: Grubertabelle zur Fütterung von Kühen )

 

Bisher erfolgt die Zuführung von Spurenelementen überwiegend über die Fütterung spezieller Mineralfutter, deren Dosierung sich allerdings schwerpunktmäßig an den Gehalten von Calcium, Phosphor und Magnesium orientiert. Alternativ wird die Versorgung über Eiweißergänzungsfutter bzw. Kraftfutter vorgenommen.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei die Form der Spurenelementbindung, anorganisch oder organisch.

Seit einiger Zeit gibt es zur gezielten Spurenelementversorgung der Tiere die "Rumifert-Boli"; dies sind Glasboli, welche Kupfer, Kobalt und Selen enthalten und diese Elemente über einen Zeitraum von 6 Monaten kontinuierlich abgeben. Die Wirkung dieser Boli ist hervorragend, aber hinsichtlich der Spurenelementzusammensetzung unvollständig; leider sind diese Boli auch relativ teuer.

Aus Holland stehen uns nunmehr zwei zugelassene Alternativen zur Verfügung:

A:       Cattle - Bolus          für Trockensteher und hochtragende Rinder

 

B:       All-Mineral - Bolus  für Jungrinder ab 150 kg Lebendgewicht

                                           für Fleischrinder ab 4 Monaten Alter

 

 

Der Cattle - Bolus

 

 

Der Cattle-Bolus ist speziell für Trockenstehende Kühe bzw. hochtragende Rinder entwickelt worden und wird etwa 6 bis 8 Wochen vor der Kalbung eingegeben. Es erfolgt immer die Eingabe von zwei Boli gleichzeitig, um eine ausreichende Freisetzung der Spurenelemente sowie eine Elektroneutralität zu gewährleisten.

 

 

 

 

 

Gehalte:       tägl. Wirkstoffabgabe bei 2 Boli   Vergl. Rumifert-Boli (2 B.)

Kupfer:                         98,3 mg                                    148,8 mg

Kobalt:                           4,0 mg                                        5,5 mg

Selen:                            2,4 mg                                        3,3 mg

Mangan:                     152,3 mg                                         -

Zink:                           254,7 mg                                         -

Jod:                              16,7 mg                                          -

Vit. A                            9395 I.E.                                         -

Vit. D3                          1879 I.E.                                         -

Vit. E                                28 I.E.                                          -

 

 

Die Wirkungsdauer beträgt vier Monate und umfaßt damit den Zeitraum des Trockenstehens, die Abkalbephase sowie die Anfangs- und Hochlaktation.

Daraus ergibt sich eine verbesserte Euter- und Klauengesundheit ( Zink ), eine höhere Vitalität und Abwehrkraft der neugeborenen Kälber ( Selen,  Jod, Kupfer ) sowie eine Verbesserung der Fruchtbarkeit in der Folgelaktation ( Kupfer, Kobalt, Mangan, Selen )

 

 

Der All-Mineralbolus

 

Der All-Mineral - Bolus ist entwickelt worden speziell für Jungrinder über 150 kg Lebendgewicht bzw. Fleischrinder über 4 Monate Lebensalter.

Die Eingabe von zwei Boli gleichzeitig erfolgt z.B. zu Beginn der Weidesaison.

Die Wirkdauer beträgt 6 Monate, sodaß eine ausreichende Versorgung mit Spurenelementen für die Dauer des Weideganges der Tiere gesichert ist.

 

 

Gehalte            tägl. Wirkstoffabgabe bei 2 Boli    Vergl. Rumifert-Boli (2 B.)

Kupfer:                          177,5 mg                                    148,8 mg

Kobalt:                              2,8 mg                                        5,5 mg

Selen:                               2,7 mg                                        3,3 mg

Mangan:                         90,2 mg                                          -

Zink:                             145,1 mg                                          -

Jod:                                19,4 mg                                          -

 

Vit. A:                            5956 I.E.

Vit. D3:                          1191 I.E.

Vit. E:                                12 I.E.

 

Daraus ergibt sich ein verbessertes Wachstum der Jungtiere, eine gute Vorbeugung gegen Färsen-Mastitiden sowie eine deutlich verbesserte Fruchtbarkeit.

Für weitergehende Informationen zum Thema Spurenelementversorgung beim Rind, dem Einsatz der beschriebenen Boli sowie den Kosten je Tier stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

 

Entwurmung und Fliegenbekämpfung zum Weideaustrieb

 

Es ist wieder soweit!

Zu Beginn des Weideaustriebes sollte in jedem Fall die Entwurmung der Jungrinder vorgenommen werden.

Es stehen mehrere Alternativen zu Verfügung:

1. Aufgußverfahren:

Hierbei sollte als Wirkstoff "Ivermectin" oder "Moxidectin" gewählt werden. Aufgrund der hohen Preiswürdigkeit sind die Ivermectine sehr interessant.

Die Behandlung muß etwa zwei- bis dreimal während der Weideperiode wiederholt werden.

2. Wurmboli:

Hierbei wird den Rindern ein Bolus eingegeben, der dann während der gesamten Weideperiode den wurmabtötenden Wirkstoff freigibt. Diese Methode benötigt keine Wiederholung der Behandlung, ist jedoch relativ teuer.

3. Langzeitspritze:

Mit Cydectin LA steht ein Spritzmittel mit dem Wirkstoff Moxidectin zur Verfügung, welches bei einmaliger Anwendung einen Schutz vergleichbar dem der Boli verspricht. Die Injektion muß am Ohrgrund ( Vorsicht: spezielle Injektion!) erfolgen.

Das Medikament ist hervorragend, aber relativ teuer.

 

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung!

 

Die Fliegenbekämpfung bei den Weiderindern erfolgt in bewährter Art und Weise durch eine Fliegenohrmarke oder Aufguß von Permethrin ( Butox Pour on oder Bayofly spot on ).

Die Fliegenbekämpfung bei den laktierenden Kühen erfolgt mittels Aufgußpräparat ( siehe oben ).

 

Für Informationen stehen wir bereit!

 

 

 

 

Blauzungenimpfung 2011 für Rinder, Schafe und Ziegen bleibt freiwillig

 

Die bis 2009 verpflichtende Impfung der Rinder, Schafe und Ziegen gegen den Serotyp 8 des Blauzungenvirus wurde ab dem 01.01.2010 zu einer freiwilligen Maßnahme zum Schutz der Tiere vor einer Infektion mit dem Blauzungenvirus BTV Serotyp 8.

Damit war zu befürchten, daß eine flächendeckende Aufrechterhaltung des Infektionsschutzes ( mind. 80 % Impfdichte ) in Zukunft nicht mehr gewährleistet sein wird.

Wir empfehlen den Tierhaltern dringend, die Impfung gegen BTV Serotyp 8 aufrecht zu erhalten; einen vergleichbaren Einbruch der Erkrankung wie 2007, insbesondere die Schaf- und Rinderhaltungen betreffend, kann sich kein Betrieb erlauben.

Die Kosten für den Impfstoff wurden in 2010 von der Tierseuchenkasse NRW mit 0,80 €/Dosis bezuschußt, die Kosten für die tierärztliche Leistung ( Impfung, Dokumentation in HIT, etc. ) mußte der Betriebsleiter selbst übernehmen. 

Nach bisherigem Kenntnisstand ( März 2011 ) zieht sich die TSK in 2011 komplett aus einer Kofinanzierung der BT-Impfung zurück, sodaß alle Kosten beim Tierhalter verbleiben. Die Kosten werden bei ca. 2,60 bis 3,00 € je Tier und Impfung liegen.

Für weitere Informationen rund um die Blauzungenbekämpfung stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

 

 
 

BVD - Sanierung ist seit dem 01.01.2011 per Bundesverordnung gesetzlich vorgeschrieben

 

Ab 01.01.2011 dürfen keine Rinder mehr ohne BVD-Status gehandelt werden.

Deshalb wurde den Rinderhaltern ein frühzeitiger freiwilliger Beitritt zu den Leitlinien NRW empfohlen.

Die Bundesverordnung schreibt eine 12-monatige Beobachtungsphase des Betriebes nach der Bestandsuntersuchung vor.

Aus diesem Grund war es wichtig bereits frühzeitig mit einer Sanierung zu beginnen, um zum 1. Januar 2011 den Status BVD-unverdächtig zu erhalten.

 

Eine Besonderheit hierbei war, das ab dem 01.01.2010 neue Gewebeohrmarken vom Landeskontrollverband zu beziehen waren. Die hierbei anfallenden Gewebestücke aus den Ohren der neugeborenen Kälber müssen vom Tierhalter selbstständig zur Untersuchung auf BVD eingeschickt werden.

 

Unser erklärtes Ziel war es einen BVD-unverdächtigen Status vor Beginn der Bundesverordnung im Jahr 2011 für die Betriebe zu erlangen, damit es nicht zu Handelsbeschränkungen kommt. Dieses Ziel haben wir bis auf wenige Ausnahmen erreicht.

Über die Vielzahl der aufgetretenen Virämiker herrschte großes Erstaunen, sehr zu unserer Verwunderung, hatten wir nicht bereits in 2008/2009 auf eine deutliche Zunahme der BVD-Infektionen in unseren Betrieben hingewiesen, ohne Zweifel eine Folge der BT-Infektionswelle in 2007. Unsere bereits frühzeitig etablierten Impfprogramme gegen das BVD-Virus, glücklicherweise nicht mit PregSure, haben in unserer Praxis die schlimmsten Befürchtungen verhindert.

Unterstützen Sie uns bitte dabei, auch die restlichen Blutproben zeitnah nehmen zu können.

 

 

Für Terminabsprachen rufen Sie uns an!

 

Neues zur BVD-Sanierung

Die Handelbarkeit von männlichen und weiblichen Kälbern und Rindern setzt ein negatives Untersuchungsergebnis der Ohrstanze vor Verkauf der Tiere voraus. Das Ergebnis wird im Tierpass vermerkt.

Das bedeutet, daß jede Ohrstanze zeitnah nach der Geburt zum Vet.-Untersuchungsamt geschickt werden muß, um baldmöglichst ein Ergebnis vorliegen zu haben.

Als neuen Service bieten wir Ihnen an, Ihre Ohrstanzen zu sammeln und zweimal wöchentlich (Dienstag u. Donnerstag) an das Vet.-U.-Amt Krefeld zu schicken. Dieser Service kostet Sie 0,50 € zzgl. MwSt. je Sendung.

Bringen Sie uns Ihre Stanzen und sparen Geld und Mühe!!

 

 

Kälberdurchfall vorbeugen!

 

Nicht vergessen; Kälberdurchfall bleibt zu jeder Zei des Jahres ein wichtiges Thema.

 

Schützen Sie vorbeugend den zukünftigen Nachwuchs ihres Betriebes durch eine frühzeitige Mutterschutzimpfung gegen die häufigsten  Durchfallerreger.

Mit nur einer einzigen intramuskulären Impfung der trächtigen Kühe und Färsen innerhalb von drei Wochen bis drei Monaten vor der Geburt können Sie Ihre Kälber schützen gegen Rota- und Coranaviren, sowie die Schwere der E.coli F5 Durchfälle reduzieren.

Die Virusausscheidung bei den Jungtieren wird deutlich verringert, und das Immunsystem der Kälber beiweitem nicht so stark belastet.

Wichtig ist hierbei eine konsequente Kolostrumgabe der Kälber mit Milch der geimpften Tiere direkt nach der Geburt.

 

Der Behandlungsaufwand für Sie hält sich in Grenzen, die trächtigen Tiere können 3 - 12 Wochen vor dem erwarteten Kalbetermin behandelt werden.

Integriert man diese Impfung in das Trockenstellmanagement, so handelt es sich um einen minimalen Mehraufwand.

 

Dies ist kein Vergleich zu dem Aufwand, wenn die Kälber erst an Durchfall erkrankt sind.

 

 

 

BHV-1 - Sanierung wird deutlich verschärft

 

Ab dem 01.01.2010 wird es nicht mehr ausreichen, alle Tiere eines Bestandes einmal jährlich auf das Bovine Herpes Virus I (BHV-I) untersuchen zu lassen, solange Reagenten im Bestand sind.

 

Der Gesetzgeber fordert ab Januar 2010 eine Gesamtbestandsimpfung für alle Betriebe mit Reagenten, das heißt im Bluttest gE-Antikörper positive Tiere.

Hierbei gibt es 2 Ausnahmen von der Impfpflicht, die auf Antrag vom zuständigen Kreisveterinäramt erteilt werden können.

Zum einen, Ausmerzung aller Reagenten bis zum 31.12.2009, sowie einer anschließenden Bestandsuntersuchung aller weiblichen und zur Zucht vorgesehener männlicher Tiere, die älter als 9 Monate sind. Diese Untersuchung ist frühestens 30 Tage nach Verlassen des letzten Reagenten aus dem Betrieb möglich. Bei Vorliegen eines negativen Befundes wird der Betrieb als BHV-I freier Bestand eingestuft.

In NRW gilt bis zum 30.09.2009 eine Besonderheit, sollten bis zu diesem Datum alle Reagenten den Betrieb verlassen, so gibt die Tierseuchenkasse für die maximal 5 letzten Tiere eine Beihilfe in Höhe von 150,00 € pro Tier.

Zum Anderen kann mit dem Hoftierarzt ein individuelles Sanierungskonzept erarbeitet werden, um eine BHV-I Freiheit bis zum 31.12.2012 zu erreichen. Dieses muss bis zum 31.12.2009 bei dem zuständigen Veterinäramt vorliegen.

 

Folgen der verschärften BHV-I Sanierung sind ein generelles Weideverbot aller nicht geimpften oder positiven Tiere, sowie eine

eindeutige Kennzeichnung der Reagenten durch eine rote Ohrmarke.

 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

 

Informationsveranstaltung gelungen.

 

Die von unserer Praxis und der Firma Janssen Animal Health organisierte Informationsveranstaltung Mitte September wurde von allen Seiten als gelungen empfunden.

 

Die hohe Teilnehmerzahl zeugte von enormen Aufklärungsbedarf in Bezug auf die Rinderkokzidiose.

 

Hierbei handelt es sich um eine parasitäre Erkrankung der Kälber. Die in unserer Gegend hauptsächlich vorkommenden Arten der Kokzidien sind Eimeria bovis, Eimeria zuernii, sowie Eimeria alabamensis, der Erreger der Weidekokzidiose. Alle drei Arten haben die Eigenschaft sich im Dickdarm der jungen Tiere festzusetzen und dort für enorme Schäden zu sorgen. Es kommt zur Zerstörung der Darmschleimhaut und dadurch zu schlechter Futterresorption und Futterverwertung. Die Tiere erleiden Durchfall, verlieren viel Flüssigkeit und der Elektrolythaushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Die Kälber bleiben oft hinter den Erwartungen der Besitzer zurück. Die Auswirkungen der Darmschäden zeigen sich oftmals auch noch bei älteren Tieren, die Futterresorption ist nachhaltig gestört. Die Tiere zeigen mangelnde Fruchtbarkeit, geringe Milchleistung etc.

 

Die Aufnahme der Darmparasiten erfolgt oral über Kot, Futter oder Einstreu.

Da die Kokzidien eine relativ lange Präpatenzzeit haben, (das ist die Zeitdauer von der Aufnahme der infektiösen Parasitenstadien, bis zum Auftreten der ersten Geschlechtsprodukte), empfiehlt es sich, frühzeitig eine prophylaktische oder metaphylaktische Behandlung zu etablieren. Damit erst gar keine Vermehrung stattfinden kann.

Desweiteren gehört natürlich ein stetes und gutes Hygienemanagement zu der besten Bekämpfungsmaßnahme.

 

Zu Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.